Die Montagsdamen im Haus des Hörens

Wer kennt Oldenburg nicht? Liegt es doch im Mittelpunkt der Welt, zumindest was das Hören und die Hörforschung betrifft, zusammen mit Hannover als Implantatzentrum. Ein strahlender Montagmorgen brachte uns 22 MoMoDamen zum Haus des Hörens.

Dr. Michael Schulze hat uns im Präsentationsraum mit dem weltweit einzigartigen „Kommunikations-Akustik-Simulator“ (KAS) die Welt des Hörens oder auch Nichthörens nähergebracht. Es entstand der Eindruck eines virtuellen Raumes, denn in ihm können akustische Parameter wie Nachhall und akustische Raumgröße in weiten Bereichen variiert werden. Auch virtuellen Quellen wie die Geräuschkulisse eine Bahnhofs lassen sich einspeisen mit Ein-u d Ausfahren von Zügen. Die Uni Oldenburg, das Kompetenzzentrum Hörtech, das Hörzentrum Oldenburg und die Jade-Fachhochschule nutzen für ihre wissenschaftliche Arbeit den Simulator. Die neuesten Hörsysteme können so unter raumakustischen Gegebenheiten wie einer Kirche, einer Badewanne, eines Restaurants oder eines Konzertsaals getestet werden. Auch Klang, Sprachverstehen, Richtmikrofone, Enthallungen oder eine automatische Programmwahl können hier geprüft werden.

Der „Förderverein Haus des Hörens“ nutzt diesen KAS zur Durchführung von kulturellen Veranstaltungen wie Konzerten und anderen musikalischen Aufführungen, die in fast jedem gewünschtem Raum wie weltweit bester Konzertsäle genossen werden können. Als es zu dem Thema „Proband“ kam, um das eigene Gehör testen zu lassen, waren viele MoMoDamen sofort bereit, und viele Termine sind schon fest vergeben. Dann ging es in den Hörgarten, in dem wir anhand der ausgestellten Hörgeräte die ganze Welt des Hörens erleben konnten. Besonders der Flüsterspiegel, das Modell des Innenohrs und der Hörthron hatten es uns angetan.

Eineinhalb Stunden Physik zum Anfassen fanden großes Interesse und Begeisterung. Zum Abschluss gab es im Café M. Curie Himbeerbaiser und Butterkuchen zu Tee und Kaffee.

Brigitte Kleinekuhle
Lore Fischbeck

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